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MAINFIRST Contrarian Opportunities: Konträr zum Markt

Dank eines neuen Ansatzes stabile Renditen mit wenig Schwankung

Dr. Timo Teuber, Fondsmanager des MainFirst Contrarian Opportunities im Team Quantitative Investment Solutions im Interview mit Sasa Perovic.
Mit dem Fonds „Mainfirst Contrarian Opportunities“ (ISIN: LU1501516949) gehen Sie einen neuen Weg. Was genau ist Ihr Ansatz? 

Der MAINFIRST Contrarian Opportunities ist ein Long/Short Multi-Asset Fonds, der Mittels von gelisteten Futures in Aktienindizes, Staatsanleihen und die G10-Währungen investiert. Dabei werden grob gesprochen die vergangenen Verlierer gekauft und die vergangenen Gewinner verkauft um ein nahezu marktneutrales Portfolio zu erhalten.

Welche Rendite streben Sie im Durchschnitt an (bei welcher Volatilität)?

Ziel des Fonds ist es langfristig eine Rendite von 3-4% pro Jahr über dem Geldmarksatz zu verdienen. Dabei wird eine langfristige Volatilität von 4% angestrebt, wobei es sich bei dem Konzept um einen sehr opportunistischen Ansatz handelt, so dass die Volatilität temporär deutlicher geringer, aber andersherum auch deutlich über dem langfristigen Ziel liegen kann – je nachdem wie viele Opportunitäten identifiziert werden.

Opportunistisch bedeutet demnach bei Ihnen, dass Sie auf Marktübertreibungen reagieren. Gibt es da ein bestimmtes Muster, das Sie im Markt erkennen?

Generell beobachten wir häufig kurzfristige Übertreibungen von Investoren, die aufgrund von politischen Wahlen (z.B. Brexit, Katalonienwahl oder Italienreferendum), Geld- und Fiskalpolitischen Entscheidungen (z.B. Handelskrieg oder Zentralbankentscheidungen) oder aber Kaptialmarkt- und/oder Wirtschaftsunsicherheiten (z.B. Volatilitätsanstieg im Februar 2018 oder Konjunktursorgen im vierten Quartal 2018) getrieben sind. Dies sind häufig die Marktphasen, in denen die Emotionen von Investoren überhand nehmen und aufgrund von irrationalem Verhalten Opportunitäten entstehen.

Wie legen Sie fest, wann eine Übertreibung vorliegt bzw. ob diese Situation tatsächlich für Sie eine Opportunität bedeutet? 

Bei dem vorliegenden Ansatz wollen wir so emotionslos und personenunabhängig wie möglich Opportunitäten identifizieren und entsprechende Positionen beziehen. Unsere langjährige Kapitalmarkterfahrung hat dabei gezeigt, dass solche Opportunitäten vor allem nach sehr extremen Kursbewegungen zu finden sind. Je ungewöhnlicher sich die Märkte in kurzer Zeit entwickelt haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass hier eine Übertreibung vorliegt. Die historische Treffergenauigkeit untermauert diese Beobachtung.

Was passiert, wenn eine Position gegen Sie läuft?

Auch wir sind nicht immer vor Fehlinvestitionen gefeit. Deswegen werden bei uns verschiedene Methoden angewendet um deren Einfluss so gering wie möglich zu halten. Zum einen wollen wir stets ein diversifiziertes Portfolio halten, so dass wir auf verschiedenen Ebenen Positionsbegrenzungen definiert haben um weder von einem Einzelinvestment noch von versteckten Risikotreibern oder Themen vollkommen abhängig zu sein. Falls auch diese Verteidigungslinien gebrochen werden, so reduzieren wir unsere Positionen schrittweise damit eine vermeintlich attraktive Opportunität innerhalb eines Monats nicht mehr im Portfolio gehalten wird und wir somit für neue Ideen Platz schaffen.

Lassen Sie uns konkret werden: Ihr Fonds ist noch vergleichsweise jung… Was kann man aus der noch kurzen Historie denn überhaupt ablesen?

Der MAINFIRST Contrarian Opportunities ist nun knapp 20 Monate alt und hat schon verschiedene Stressphasen (vierte Quartal 2018, Mai 2019 und August 2019) durchlebt, in denen die Aktienmärkte starke Verluste erlebt haben. In den gleichen Zeiträumen konnte der Fonds jeweils an Performance zulegen, so dass wir für viele Investoren in diesen schwierigen Phasen Diversifikation geliefert haben. Obwohl der Fonds seit Auflage nahezu marktneutral agiert (Beta von 0.01), konnten wir auch in einem guten Kapitalmarktumfeld eine stabile, positive Rendite erwirtschaften. Des Weiteren haben wir die Möglichkeit mit dem Fonds eine langfristige hypothetische Wertentwicklung aufzuzeigen, da es sich bei dem Konzept um eine rein quantitative Strategie handelt. D.h. vom Zeitpunkt der Identifizierung einer Opportunität, deren Positionsgröße bis hin zum Schließen der Position und selbst dem Risikooverlay, welches wir hier anwenden, basieren alle Schritte auf systematischen Prozessen, die transparent und beliebig replizierbar angewendet werden können. Diese Simulation zeigt, dass die aktuelle „Live“-Phase des Fonds sich gut mit der Vergangenheit in Bezug auf die Wertentwicklung deckt. Lediglich auf der Risikoseite zeigt der Fonds ein etwas „zu gutes“ Bild, so dass auch mit Phasen höherer Schwankungen und Rücksetzern/Drawdowns zu rechnen ist. Dies deckt sich auch mit unserer fast 10-jährigen Echtzeit Erfahrung mit der Strategie, die wir schon früher erfolgreich in verschiedenen Portfolios umgesetzt haben.

Ihr Ansatz ist durch starkes, aktives Management geprägt. Was unternehmen Sie, um Anleger vor größeren Verlusten zu schützen? 

Bei unserem Ansatz spielt das Risikomanagement eine entscheidende Rolle. Bei der vorliegenden Strategie werden Opportunitäten vornehmlich in Stressphasen identifiziert, also genau dann, wenn viele Investoren irrational agieren und Volatilitäten ansteigen. Disziplin und Sorgfalt sind aus unserer Sicht wichtige Elemente für den Erfolg der Strategie. Das Risikomanagement beginnt demnach bei uns schon bei der Positionsbildung um in diesen Phasen nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Wir haben verschiedene „Linien der Verteidigung“ eingezogen um durch diese Marktphasen so gut wie möglich zu kommen. Von Vorteil ist dabei, dass wir häufig marktneutrale Opportunitäten identifizieren, so dass wir weder lang- noch mittelfristig von den „Auf und Ab’s“ an den Kapitalmärkten abhängig sind.

Für wen eignet sich der Fonds und warum gerade in der jetzigen Marktphase? 

Das Konzept findet vor allem in Stressphasen Opportunitäten. Somit eignet sich der Fonds für Investoren, die von der Unsicherheit an den Kapitalmärkten profitieren wollen. Investoren, die vor allem in unruhigen Aktienmarktphasen echte Diversifikation suchen, können mit dem MAINFIRST Contrarian Opportunities hier Abhilfe bekommen. Generell empfehlen wir den Fonds somit Investoren, die entweder Ihre Aktienposition als Risikotreiber sehen und etwas mehr Diversifikation wünschen. Aber auch Investoren, die argwöhnisch auf die jahrzehntelange Rally am Anleihenmarkt schauen, eine renditeträchtigere Alternative suchen und gleichzeitig Diversifikation wünschen. Letztendlich kann das Konzept für Investoren, die noch hohe Kassebestände haben und Ihr Portfolio breiter aufstellen wollen, eine attraktive Möglichkeit bieten.

Nennen Sie uns bitte drei Gründe, warum wir Ihren Fonds auf unsere Empfehlungsliste setzen sollten.

Aus unserer Sicht wird mit dem Konzept eine alternative Risikoprämie erwirtschaftet. Mit dem Konzept werden die sogenannten „Paintrades“ von Investoren identifiziert, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Position um jeden Preis abbauen wollen, um ihren „Schmerz“ zu lindern und sich von den schlaflosen Nächten zu befreien. Für die Übernahme der Risiken werden konträre Investoren langfristig entlohnt. Der Vorteil dieser Risikoprämie ist somit, dass sie 1. Diversifikation zu traditionellen Risikoprämie (Aktien und Anleihen), aber auch 2. Diversifikation zu den meisten alternativen Risikoprämien liefert und 3. eine Möglichkeit bietet um von der Unsicherheit an den Kapitalmärkten zu profitieren.

Dr. Timo Teuber, Fondsmanager

Ihr Ansprechpartner im Hause Netfonds:

Sasa Perovic

Telefon: 040 / 822 267 -336
E-Mail: sperovic@netfonds.de

Ihr Sasa Perovic

Bild: pixabay.com

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